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Die Kraft der Farbe – Teil 1

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Die Kraft der Farbe – Teil 1

Die Kraft der Farbe – Teil 1

Über gestaltungsrelevante Themen haben wir bereits einige Male gesprochen. Auch darüber, wie wichtig und unerlässlich die Gestaltung für Ihren unternehmerischen Erfolg ist.

Gestaltet werden nicht nur Briefbögen, Visitenkarten, Websites oder Werbeanzeigen, sondern all das, was Sie an Ihre Kunden und Partner weitergeben. Jede Information, jedes Schreiben, jeder Prospekt, jede Einladung sollte nach den vom Unternehmen vorgegebenen Kriterien so gestaltet sein, dass eine eindeutige Wiedererkennung und eine damit einhergehende und zumeist emotional besetzte Assoziation erzeugt wird.

Neben dem Inhaltlichen – was sicherlich auch ein Gestaltungsaspekt ist – ist es vor allem das Visuelle, was wir unter dem Begriff der „Gestaltung“ verstehen.
Die Kombination von Schrift (Typografie) und Farben sowie deren Wirkung auf der Fläche sind dabei die wichtigsten Aspekte.
Woher weiß der Gestalter aber, welche Farben und welche Schriften wann am besten eingesetzt werden?
Dafür gibt es Regeln, die neben einem individuellen Geschmack (meist dem des Auftraggebers) und einem weiten Erfahrungsschatz dem Gestalter zur Seite stehen.

Was uns neben der Fähigkeit der Antizipation auch noch von vielen Tieren unterscheidet, ist die Art und Weise der Wahrnehmung von Farben – was mit dem physiologischen Aufbau unseres Auges und der neuronalen Reizverarbeitung zu tun hat.
Farben sind für uns Signale, die ihre eigentliche Wirkung erst durch Ihre Umwelt erzielen.
Ein rotes Sofa in einem weißen Raum wirkt anders als ein rotes Sofa in einem roten Raum. Aber auch der rote Raum wirkt anders auf uns als ein weißer.

Wie und warum wirken nun aber Farben? Welche Farben passen zusammen und welche nicht?

Über die Wirkung von Farben gibt es viele Untersuchungen, die sich in ihren Aussagen nicht immer decken – was primär an der Art und Weise der Untersuchung liegt und weniger an der Farbe.
Versucht man die Untersuchungsergebnisse auf einer für den Anwender verständlichen Ebene zusammenzufassen, werden u. a. mit den Grundfarben Gelb, Orange, Rot, Lila, Blau und Grün folgende Attribute verbunden:

Gelb: kommunikativ, energievoll, befreiend
Orange: belebend, motorisch, festlich
Rot: anziehend, vital, kraftvoll, gefährlich, süß
Lila: vertiefend, geheimnisvoll, entspannend
Blau: seriös, vertraut, sympathisch, konzentrierend
Grün: passiv, ausgleichend, beruhigend, hoffend

Weiß und Schwarz sind als solches keine Farbwerte, weil sie durch die additive (Weiß) bzw. subtraktive (Schwarz) Überlagerung aller Farben entstehen. Man spricht hier auch von „unbunten Farben“.
Der Begriff der „Grundfarbe“ ist wohl eher nicht ganz korrekt, wenn man sich den Farbkreis Johannes Ittens aus dem Jahr 1961 betrachtet.
Itten, der als Farbdidaktiker die Wirkung der Farben und Farbkombinationen auf der Fläche untersuchte, spricht von Primär-, Sekundär und Tertiärfarben, die von der Mitte ausgehend nach außen durch Mischung benachbarter Farben entstehen.

Gelb, Rot und Blau sind hier die zentralen Primärfarben. Die Farben Orange, Lila und Grün sind Sekundärfarben und entstehen durch die Mischung der benachbarten Primärfarben.
Der äußere Kreis nimmt die Primärfarben und die Sekundärfarben auf und erweitert diese um die tertiären Farben, die aus der Mischung der benachbarten Primär und Sekundärfarben entstehen.

Welche Farbkontraste es gibt und welche Farben man am besten kombiniert, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe.

Ich wünsche Ihnen einen farbenfrohen August.

Ihr

Steve Schulz
commata – Agentur für Marketing & Kommunikation
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