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SEO – Wie man im Web gefunden wird (2)

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SEO – Wie man im Web gefunden wird (2)

Werben mit Konzept – Teil 7: Wie man im Web gefunden wird (2)

Gleich zu Anfang möchte ich Sie mit der Kernaussage dieses Beitrages konfrontieren, die da lautet: Immer an den Leser denken.

Damit soll nicht Helmut Markwort, der ehemalige Chefredakteur des Focus zitiert werden („Fakten, Fakten, Fakten, und immer an die Leser denken!“), aber ganz so Unrecht hatte er auch nicht, denn, warum soll der Besucher Ihrer Internetseite etwas lesen, das ihn nicht interessiert? Und genau diese Frage stellt sich auch Google. Was für den Leser interessant sein könnte, wird entsprechend bewertet, und eine hohe Bewertung heißt, dass man bei dem Suchergebnis weit vorne (oben) aufgeführt wird. Google selbst sagt dazu: „Give them a reason to visit your site.“

Google sucht i.d.R. in zwei Bereichen, im Onsite- und im Offsite-Bereich. D. h., dass Google nach dem sucht, was zu einem bestimmten Thema (dem der Suchanfrage) auf einer Homepage steht (onsite) und alles, was zu diesem Thema auf anderen Webseiten zu finden ist und auf eine bestimmte Webseite verweist (offsite), was z. B. in Social Media-Portalen der Fall sein kann. Da Sie in erster Linie den Onsite-Bereich verantworten und beeinflussen können – also das, was auf Ihrer Website steht –, geht es hier ausnahmslos um Onsite-SEO-Kriterien.

Dazu ein Beispiel:
Jemand gibt in seiner Suchmaske die Begriffe „Idee“ und „Schnaps“ ein. Binnen weniger Millisekunden zeigt Google nun Suchergebnisse, bei denen die Wörter „Idee“ und „Schnaps“ vorkommen, und zwar am besten in Kombination!

Warum aber zeigt Google nun gerade diese Seiten an? Ganz einfach, weil über „Ideen“ und „Schnaps“ bzw. „Schnapsideen“ berichtet wird. Einige der angezeigten Seiten (URL, Domains) heißen sogar „Schnapsidee“, „schnaps-idee“ oder haben zumindest diese Wortkombination in Ihren Seitentiteln.

Und schon haben wir zwei wesentliche SEO-Kriterien: den Namen der Website (Homepage, Domain, URL) und den Titel einer einzelnen Webseite (Page-Title).

Google sagt sich also: „Wessen Domain oder Seitentitel so viel Ähnlichkeiten mit den eingegebenen Suchwörtern hat, der muss zu dem gesuchten Thema auch etwas zu sagen haben.“ Webseiten werden also nach dem inhaltlichen Mehrwert für den Suchenden beurteilt.

Die SEO-Profis unter Ihnen würden jetzt einwerfen, dass es eine Menge weiterer Gründe gibt, warum diese Seiten ganz oben auftauchen – und Sie haben Recht. Doch wir wollen das Thema ja hier etwas verständlicher gestalten und nicht dazu beitragen, dass es noch unübersichtlicher wird – mit der Umsetzung technischer Anforderungen sowie der Offsite-Optimierung beauftragen Sie am besten Ihre Agentur, diese wird Sie sicherlich umfangreich beraten können.

Neben dem Domainnamen und dem Seitentitel sind nun weitere inhaltliche Merkmale wichtig, auf die Sie achten sollten: Wie häufig und in welchem Kontext tauchen die Suchbegriffe auf den jeweiligen Seiten auf? Dabei erkennt Google Überschriften, Komposita (Wortkombinationen oder Wortstammerweiterungen mit einem Prä- oder Suffix) und sogar Bild- und Videotitel.

In unserem Beispiel sollten die Begriffe „Idee“ und „Schnaps“ in der Überschrift, in den Zwischenüberschriften oder im Fließtext und ggf. als Bildtitel auftauchen und in einem thematischen Zusammenhang stehen.

Wenn Sie diese Punkte optimal beachten und ausformulieren, haben Sie schon mehr als die Hälfte gewonnen. Shop-Betreiber unter Ihnen müssten die inhaltlichen Kriterien auch auf den Produktseiten und auf der Bildebene berücksichtigen.

Das Suchergebnis besteht i.d.R. aus drei Teilen: dem Page-Title (in Blau), der gefundenen URL bzw. Webseite (in Grün) und dem darunter stehenden Textausschnitt (in Grau), der auch die Suchwörter beinhaltet. Dieser graue Textausschnitt wird „Rich Snippets“ genannt, was man wohl mit „wertvolle Textschnipsel“ übersetzen könnte. Derzeit geht man davon aus, dass „Rich Snippets“ immer wichtiger werden, um inhaltliche Schwerpunkte einzelner Webseiten schneller erfassen zu können. Weil die Eingabe von „Rich Snippets“ aber auf der Programmierebene oder im CMS (Content Management System) erfolgen muss, sollten Sie dies nur gemeinsam mit Ihrer Agentur umsetzen.

Wohl eine der schwierigsten Aufgaben für Sie als Website-Betreiber besteht darin, die richtigen Suchbegriffe zu identifizieren, unter denen Sie gefunden werden möchten. Welche einzelnen Wörter oder Wortkombinationen sind inhaltlich für Sie und Ihre Leser wichtig? Hier kommt Ihr Alleinstellungsmerkmal ins Spiel.

Eine Kfz-Werkstatt, die ihre Website auf die Begriffe Auto, Kfz und Werkstatt optimiert hat, wird sich schwer auf den oberen Rängen der Suchergebnisliste wiederfinden. Bietet sie dagegen einen speziellen Inspektionsservice, ein besonderes Innenraumpflegekonzept oder unverwechselbare Tuning-Formen an, sind diese Angebote eine gute Grundlage für geeignete Suchbegriffe und eine erfolgreiche SEO. So kann Ihr Kunde Ihr Angebot eindeutiger identifizieren und Sie heben sich deutlicher von Ihren Mitbewerbern ab.

Zum Schluss sei noch darauf hingewiesen, dass sich auch die Suchkriterien einer immer enger werdenden Verbindung aus Social Media, lokalen Informationen und mobilen Technologien und Angeboten anpassen werden (im Fachjargon als SoLoMo bezeichnet). Es gilt also auch hier, sich stets über die neuesten Entwicklungen zu informieren und seine Website technisch und inhaltlich immer aktuell zu halten.

In der Hoffnung, Ihnen einen kleinen Einblick in ein komplexes Thema gegeben zu haben, wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg.

Ihr

Steve Schulz

commata – Agentur für Marketing & Kommunikation

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